Erst diesen (leider längst vergangenen) Sommer blinzelte ich auf einer idyllischen Terrasse mit Meerblick in Stonetown (Zanzibar – Tansania – Afrika – Welt) in die tropische Sonne … Unglaublich schön! Als sich vor meinen Augen diese Szene – siehe Foto oben – abspielte: Facebook ist also wirklich überall! Und ich hatte mir gedacht, dass ich ihm dort entkommen wäre.

Ganz ohne Gefällt-mir-Daumen, Mails, Handy usw. sollte mein Urlaub sein. Ich habe mit Menschen so richtig, persönlich gesprochen und Treffpunkte vereinbart, wenn ich jemanden wieder sehen wollte. (Ja, so haben wir das alle gemacht, bevor wir Handys hatten: Tag, Uhrzeit, Ort des Geschehens!) Dabei hatte ich eigentlich gar nicht das Bedürfnis, mich mehr als den wenigen, hier und jetzt gerade wichtigen Menschen mitzuteilen. – Bis ich mich, wieder zurück in der Heimat, von dem Sachbuch „Kinder, die die Welt verändern“ vom Gegenteil überzeugen ließ. Manchmal braucht es doch ganz viele erhobene Daumen, die alle (zumindest für die Dauer eines kurzen Klicks) eine gemeinsame Sache unterstützen! Wie beispielsweise die Initiative der 11jährigen (!) Olivia Bouler, die sich für von Ölkatastrophen gefährdete Vögel einsetzt. Ihr Engagement GEFÄLLT MIR und 30.472 anderen Facebook-Usern!

Der Text wurde 2014 in der Oktober-Printausgabe des momag publiziert.

2014-10

Kinder, die die Welt verändern

Von Anne Jankéliowitch & Yann Arthus-Bertrand

Aus dem Franz. von Kristina Petersen

Dieses Kinderbuch ist 2014 bei Gabriel erschienen und um € 17,50 im Buchhandel vor Ort erhältlich.