In Waidhofen ist heute wieder Schachteltag. Große und kleine Schachteln, Kartonagen und andere Dinge aus Karton warten fein säuberlich ineinander verschachtelt vor den Häusern, Geschäften und in den Gassen auf den Altpapierwagen. An Schachteltagen kommt meine gute Laune wie von selbst, ich mag diese Tage sehr! Weil dann die Stadt so schön verbaut und dadurch noch verwinkelter aussieht. Und ich mag die Tage nach den Schachteltagen. Weil dann immer alles noch aufgeräumter wirkt.

Kleine Beobachtungen und Spinnereien wie diese sind für mich persönliche Stressbewältigungsstrategien, die mich lächeln lassen. Eine ähnliche Strategie sowie einen neuen Trick gegen Winterblues habe ich unlängst von Bob, der rundlich-gemütlichen Bärenfigur aus dem Kinderbuch „Die Abenteuer von Lester und Bob“ von Ole Könnecke, gelernt. Wenn Bob mal einen „schlechten Tag erwischt“, setzt er „seine Gute-Laune-Maske auf“ und wenn selbst das noch nicht hilft, kauft er sich Luftballons. Denn auch die sollen fröhlich machen. – Das wäre doch mal einen Versuch wert, nicht wahr?!

Doch noch einmal kurz zurück zu den Schachteln in Waidhofens Gassen: Schachteltage sind Aufforderungen zum Aufräumen. Auch das macht sie so besonders. Deckel zu und weg damit!

Der Text wurde 2015 in der Februar-Printausgabe des momag publiziert.

2015-01-02

Die Abenteuer von Lester und Bob

Von Ole Könnecke

Dieses Kinderbuch ist 2014 bei Aladin erschienen und um € 13,30 im Buchhandel vor Ort erhältlich.